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5. Juni 2021

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Hilfe fuer Igel

 

 

 

Der Igel -

das stille Leid in unseren Gärten - ZooMos i-Box (zoomonster.com)

 

 

Der Artikel wurde geschrieben von Nicola Straub und veröffentlicht am 2. Februar 2021

zum Tag des Igels.

Eine der besten Kurz-Zusammenfassungen,

die ich je gelesen haben, mit wertvollen Tipps.

 

Bitte unbedingt lesen !

 

Ganz unten auf dieser Igel-Seite habe ich den Artikel noch einmal im Original aufgenommen,

für den Fall, dass ZooMos i-Box  nicht (mehr) abrufbar sein sollte.

                                                                                                                                                      So sieht ein todkranker Igel aus !

 

 

November 2018

 

Liebe Freunde,

 

schon einige Male habe ich über die Stachelritterbande(n) berichtet, die in meinem Garten und in den Nachbarsgärten

bzw. in der näheren Umgebung Unterschlupf gefunden haben.

Seit Jahren beobachte ich sie, wie sie nachts an meiner Futterstelle ihre kleinen Bäuchlein füllen - mal friedlich - ich habe schon bis zu 10 Igelchen gleichzeitig auf 2 Quadratmetern zählen können, mal nicht so friedlich, wenn sich zwei zanken

und sich das Futter streitig machen, obwohl mehr als genug vorhanden ist   :-)

 

Jedes Jahr muss ich leider auch eine Igelpflegestation in Anspruch nehmen, denn die Situation für Igel (wie auch für Eichhörnchen und Vögel) gestaltet sich von Jahr zu Jahr schwieriger.

Im letzten Jahr habe ich einige kleine Mini-Stachelritter in Obhut gegeben. Teils in meinem Garten gefunden (den letzten im Dezember, ein kleiner, schwarzer Fleck auf weißem Schnee - keine 300 Gramm!) teils auf der Straße aufgelesen (ein kleines Miniding überquerte im Dezember taumelnd die Straße zum Friedhof und war so geschwächt, es konnte sich nicht einmal die Bürgersteig-Kante hochhangeln).

 

Viele wissen gar nicht, was für Arbeit und Kosten solch ein kleines Stachelkind verursacht, und so bleiben die Igelstationen oftmals auf den Kosten für Medikamente, Futter, Unterlagen, Einwegspritzen, Handschuhe etc., etc. sitzen.

 

Wir möchten nun für die Stachelritter sammeln, damit wir der Igelstation in der Wintersaison ab und zu ein Paket mit Futter für die Versorgung der Igelkinder schicken können, und wir würden uns freuen, wenn ihr uns dabei unterstützen könntet.

 

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Die kleinen und großen Stachelritter sagen DANKE für eure Hilfe

 

 

 

Unsere Förderpaten-Samtpfote STELLA stellt sich vor:

28. März 2021 - WILLKOMMEN, liebe STELLA 

 

Wir freuen uns sehr, dass wir zum Ende des Monats ein neues Fördermitglied begrüßen dürfen. 

Die hübsche Stella wird -zusammen mit ihrem lieben Frauchen Elena- ab sofort die Feuerwehr der TNFE tatkräftig unterstützen.

 

Stella wird sich in Zukunft um unsere heimischen Wildtiere kümmern, genauer gesagt um die Igelchen, um die es leider in diesen Zeiten nicht gut bestellt ist.

Viele müssen mittlerweile an Hunger und Krankheiten sterben, weil die  veränderten Gewohnheiten der Menschen und die Umweltbedingungen es ihnen immer schwerer macht.

 

Stella wird dafür sorgen, dass wir zumindest unsere beiden Igelprojekte ab und zu mit Futter unter die Arme greifen können. 

 

Für eure Hilfe sagen die kleinen Stachelritter und wir:

 

          DANKE, liebe Stella und Frauchen Elena ♥

 

 

Hier noch zur Orientierung eine kleine Hilfe- 

vielleicht könnt ihr so anhand der Vergleiche einen freilaufenden Stachelritter besser einschätzen.

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November 2020

 

Liebe Igelfreunde, es hat sich eine Änderung bei unserem Igel-Projekt ergeben:

 

leider hat sich die Igelstation in Feuchtwangen aus Kapazitätsgründen dazu entschlossen,

nur noch lokal und sehr begrenzt mit dem örtlichen Tierschutzverein zusammenzuarbeiten.

 

Da uns das Schicksal der kleinen Stachelritter, die es -bedingt durch das sich verändernde Klima und das Fehlen von genügend Insekten- von Jahr zu Jahr schwerer haben, sehr am Herzen liegt, haben wir eine Igelstation gefunden, mit

der wir nun zusammenarbeiten werden. Carmen in Öttingen ist ca. 1/2 Stunde von uns entfernt und wird in Zukunft tatkräftig und igelkundig unser Projekt für die Stachelritter unterstützen. Danke für deine Hilfe, liebe Carmen ♥

 

Carmens Arbeit könnt ihr hier verfolgen: (20+) Carmen Spatschek | Facebook

 

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Und auch Silke von Jaquecas Pflegekatzen in Korschenbroich leistet tolle Arbeit für die Stachelritter.

Auch ihr möchten wir ab und zu mit etwas Futter unter die Arme greifen.

Silkes Arbeit könnt ihr hier verfolgen: (20+) Jaquecas Pflegekatzen | Facebook

 

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Viele machen sich keine Gedanken darüber, oder wissen es einfach nicht, was es kostet, einen Stachler zu päppeln.

Damit meine ich natürlich nicht nur die Zeit, die Geduld, die Liebe und Fürsorge, sondern vor allem auch das Finanzielle. Allein die Kotuntersuchung eines Igels, die bei Aufnahme erfolgt, kostet ca. 12 Euro.

Gefunden wird immer irgendein oder mehrere Parasiten, gegen die behandelt werden muss, auch das verursacht Kosten für verschiedene Medikamente.

Nach Abschluss der Behandlung muss eine weitere Kotuntersuchung erfolgen - wieder ca. 12 Euro.

Das Futter für die Stachler, die z.T. teures Aufbaufutter benötigen, fällt finanziell schwer ins Gewicht, Behausungen müssen angeschafft werden, Transportboxen, Ausläufe, und von den ganzen notwendigen  „Nebensächlichkeiten“ wie Handschuhe, Zewa-Tücher, Unterlagen, Einwegspritzen, Näpfe und … und … und …,  wollen wir erst gar nicht reden.

Viele kleine Igelstationen, so wie auch Carmen oder Silke, verfügen über wenig Spenden und zahlen vieles aus eigener Tasche, denn sie bitten die Menschen, die Igel bei ihnen abgeben, nicht aktiv um Spenden. Nur sehr wenigen IgelFindern ist das bewusst, die dann aber auch etwas zur Versorgung „ihres“ Igels beisteuern, wobei ich davon ausgehe, dass die meisten Finder gern einen Obolus beisteuern würden, wenn sie all‘ das wüssten.

 

Es ist wichtig, solche Igelstationen/Päppelstellen zu erhalten und zu unterstützen, denn die Igelpopulation in Deutschland nimmt rapide ab und es wäre so schade, wenn man diese putzigen Wildtiere eines Tages nur noch auf dem Papier anschauen könnte.

 

Deshalb danke ich allen lieben Spendern, die ein Herz für Igel haben und helfen, sie zu erhalten    

 

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... Neuigkeiten ...

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6. Mai 2021

 

Silkes Igelstation konnten wir auch wieder etwas unter die Arme greifen.

Für die verletzten und geschwächten Igel, die z.T. das Futter verweigern, haben wir einen Vorrat an

Recoactiv und Recovery Renal auf den Weg bringen können.

 

Wir wünschen den kleinen Stachelritterchen GUTEN APPETIT und GUTE BESSERUNG 

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9. März 2021

 

und auch das Futter für Carmens Igelbande ist unterwegs, die ersten Kümmerlinge  sind schon wieder aufgewacht und haben großen Hunger.

 

Wir wollen morgen auch noch 2 Auswilderungsgehege auf den Weg bringen, denn die Igel müssen jetzt erst einmal wieder hochgepäppelt werden, damit sie frühestens Ende März/Anfang April ausgewildert werden können.

 

Auch hier sagen wir GUTEN APPETIT und DANKEN den Spendern ganz herzlich

für ihre Hilfe ♥

 

 

 

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8. März 2021

 

Zum Leidwesen von Igeln und Kleinstlebewesen, die sich zum Überwintern mangels geeigneter Gehölze/Tot-holzhecken auch im Gebüsch und unter Pflanzenresten sowie in Laubhaufen etc. verstecken, fanden in vielen Gärten  aufgrund des teilweise schönen Wetters bereits "Aufräumarbeiten" statt.

 

Bei den Aufräumarbeiten werden diese "Nester" freigelegt und der Igel ist oftmals dem Tod geweiht, denn es ist viel zu früh für die kleinen Stachler, und ein neues Nest lässt sich jetzt nicht mehr bauen - außerdem gibt es auch nichts, von dem er sich jetzt ernähren könnte.

 

Aber auch das unstete Klima -zu früh zu warm- lockt einige Stachler schon aus ihren Nestern, was für einige mangels Nahrung zum Tod führen wird, wenn nicht zugefüttert wird.

 

Aus diesem Grund möchten wir schon früh anfangen und unsere beiden Igelprojekte mit Futter unterstützen.

 

Die erste Lieferung von 192 Schälchen Animonoda Kitten Baby-Pate geht heute an Silke von Jaquecas Pflegekatzen für die Igel, die sich in ihrer Obhut befinden.

 

Die zweite Lieferung geht morgen an Carmens Igelstation ...

 

Wir danken Silke und Carmen für ihre unermüdliche Arbeit für diese kleinen, putzigen, geschützten Wildtiere

und wünschen GUTEN APPETIT 

... und natürlich den Spendern ein herzliches DANKESCHÖN für die Hilfe ♥

 

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3. März 2021

Am vergangenen Wochenende fanden aufgrund des schönen Wetters bereits in vielen Gärten "Aufräumarbeiten" statt. Viele Gartenbesitzer wissen nicht, dass sich Igel zum Überwintern mangels geeigneter Gehölze/Totholzhecken auch im Gebüsch, unter Pflanzenresten in Laubhaufen etc. verstecken. Bei den frühzeitigen Aufräumarbeiten werden diese Nester freigelegt und der Igel ist oftmals dem Tod geweiht, denn ein neues Nest lässt sich nicht mehr bauen und es gibt auch nichts, von dem er sich jetzt ernähren könnte.

Auch dieser Bursche scheint ein Opfer geworden zu sein. Ich erwischte ihn Samstagnacht, als er sich am Vogelfutter bediente. Mit ca. 650 Gramm hat er jetzt draußen keine Chance, und so darf er in die Auffangstation zur lieben Carmen reisen.  -   Viel Glück, kleiner Stachelritter, bei Carmen bist du in guten Händen ♥

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18. Januar 2021

 

Die liebe Carmen von der Igelstation braucht eure Daumen.

Es brachte ihr jemand eine Baby-Maus, die die Finderin in ihrem Hühnerstall gefunden hat, zusammen mit 4 Geschwistern, die leider alle schon tot waren.

 

Nun heißt es, alle 2 Stunden mit einer klitzekleinen Pipette ein klitzekleines Tröpfchen in das klitzekleine Mäulchen zu geben, ohne das etwas in die Nase gelangt, oder dass das Mäuschen sich verschluckt.

 

Für das Mäuschen sind hier alle Daumen gedrückt, liebe Carmen ♥

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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15. Januar 2021   

 

- 160 Euro !  -

 

Liebe Igelfreunde,

ihr seid einfach toll ♥

 

Durch eure unglaubliche Großzügigkeit konnten wir nicht nur die 12 IgelNestchen zu Carmens Igelstation schicken und  Material für neue Nestchen besorgen (50€), sondern wir konnten Carmen auch noch 2 Bausätze für wetterfeste Igelhütten kaufen, die sie dringend für die Auswilderung im Frühjahr benötigt (49,80€). Die kleinen Stachler werden nämlich in einem Außengehege im Garten akklimatisiert und ca. 2 Wochen beobachtet, ehe sie dann endgültig in die Freiheit entlassen werden. 

Und zudem konnten wir noch eine Futterlieferung mit 192 Futterschälchen für die zweite Igelstation von Silke auf den Weg bringen (61,23€).

-  Das ist grandios !  -  IHR seid grandios !   -   

DANKE von Herzen im Namen der Stachler bei Carmen und bei Silke ♥

Januar 2021   -   Liebe Igelfreunde

 

Möchtet ihr den kleinen Stachlern, die gepäppelt werden müssen, eine kleines Igelnestchen spendieren?

Gegen eine kleine Spende (die Höhe bleibt euch überlassen) könnt ihr eine -oder natürlich auch mehrere- Nestchen eurer Wahl auf den Weg zu Carmen schicken, die dann ihre kleinen Stachler damit beglücken kann. Die Igelchen lieben es, sich in diese Höhlen einzukuscheln.

Damit Sonjas Produktion weitergehen kann, bitten wir nur um einen kleinen Unkosten-beitrag für das Material, denn Sonjas Arbeit ist sowieso unbezahlbar ☺ 

 

Den Unkostenbeitrag könnt ihr unter Angabe der entsprechenden Nestchen-Nummer/n überweisen an entweder

TierNotFelle EUROPA e.V. - Sparkasse Ansbach - BIC: BYLADEM1ANS - IBAN: DE43 7655 0000 0008 5616 15

oder per Paypal:

kontakt@tiernotfelle-europa.de (bitte mit der Familie/Freunde-Funktion)

 

DANKE für eure Hilfe

  

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23. Dezember 2020     

 

Silke von Jaquecas Pflegekatzen bedankt sich ganz herzlich bei unseren lieben Spendern für eure Hilfe.

 

Viele kleine Stachler und alte und kranke Notfellchen freuen sich über die Lieferung von 

192 Schälchen  "Animonda Vom Feinsten Baby-Paté Kitten 100 g"  

 

 

"GUTEN APPETIT", ihr lieben SorgenFellchen   

 

 

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19. Dezember 2020

 

Und noch einen Herzenswunsch konnten wir zu Weihnachten erfüllen :

ein Mikroskop für Carmens Igelstation 

 

Wie bereits oben geschrieben, stehen bei jedem Igel mindestens 2 Kotuntersuchungen a' ca. 12 Euro an, macht pro Igel 24 Euro. In diesem Jahr beläuft sich die Summe auf mindestens 744 Euro bei (bis jetzt) 31 Igeln, die Carmen als Privatperson zum allergrößten Teil selbst tragen muss.

Da sich fast alle Parasiten im Igelkot mit einem guten Mikroskop entdecken lassen, träumte Carmen schon lange davon, sich diese immens hohen Kosten zu sparen und ein eigenes Mikroskop anzuschaffen.

Leider scheiterte es bislang an den Kosten.

Wir habe nun das passende Modell zu einem sehr guten Preis ausfindig machen und es -dank der Hilfe von lieben Spendern- für Carmen kaufen können.

Somit ist sie nicht mehr darauf angewiesen, den Kot erst  3 Tage zu sammeln, um ihn dann einzuschicken und auf das Ergebnis zu warten, damit sie weiß, wie und was sie behandeln muss, sondern sie kann nun ganz schnell reagieren, denn manchmal können zwei oder drei Tage

den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

 

Für die Hilfe bei der Beschaffung bedanken wir uns

ganz herzlich bei : 

 

140,00 Euro - Inge K.

   50,00 Euro - Kati Nilo

♥   50,00 Euro - FB-Gruppe "Wir für Tiere Hilfe die ankommt!"

 

 ... alles vorbereitet, es kann losgehen ... 

 

 

 

Wenn ihr bei Carmen auf der FB-Seite bei den Fotos in das Album "Päppler" schaut, findet ihr viele Bilder ihrer "Päpplinge" und ihr könnt feststellen, dass sie nicht nur ein Herz für die Igel hat, sondern auch Nestlinge päppelt, Spitzmausbabys, Farbrattenmama mit Babys, kleine Häschen hatte sie zu Gast, sie hat kleine Füchslein gerettet und Entenküken, und ...

- und was sie nicht selbst päppeln kann, gibt sie weiter in kompetente Hände ...  

 

 

 

Facebook

 

 

 

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3. Dezember 2020     

 

 

All' unseren Spendern HERZLICHEN DANK, dass ihr diese Futterspende für Carmens Igelstation möglich gemacht habt ♥ 

 

Wir wünschen allen einen "GUTEN APPETIT"   

 

 

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30. November 2020

 

DANKE für deine Hilfe für die vielen Stachelritterchen, liebe Carmen ♥

 

 

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20. November 2020

 

Liebe Carmen, ich bin froh, dass du immer für die Igel

da bist und sie mit viel Herzblut gut versorgst.

 

Da ist unsere Unterstützung das Mindeste, das wir dazu beitragen können, damit sie wieder gesund werden.

 

 

 

 

 


 

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November 2020   -   Informationen von Carmen aus der Igelstation in Öttingen:

 

Um bei Erkrankungen und Innenparasiten beim Igel gezielt behandeln zu können, ist eine mikroskopische Untersuchung des Kots sehr sinnvoll und wichtig.

Wenn man einen pflegebedürftigen Igel aufnimmt, empfiehlt es sich, Kotproben von drei Tagen in einem Gefäß zu sammeln, da Igel meist nicht nur von Flöhen und Zecken heimgesucht werden, sondern häufig auch von Lungen- und Darmparasiten befallen sind.

Insbesondere dann, wenn der Igel in der einsetzenden kalten Jahreszeit untergewichtig unterwegs war und deshalb aufgenommen wurde, wird man nicht selten damit konfrontiert, dass aus dem scheinbar gesunden, aber für einen Winterschlaf in freier Natur zu leichten Tier binnen weniger Tage ein Patient wird.

Das Tier zeigt dann deutliche Symptome wie Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Röcheln und Husten etc. .

 

Über den Kot können Larven, Eier, Würmer, Wurmteile u.a. nachgewiesen werden.

Da aber deren Ausscheidung nicht kontinuierlich erfolgt, sollte man möglichst Kotproben von drei aufeinanderfolgenden Tagen sammeln. Für die mikroskopische Untersuchung sind geleeartige, durchfallähnliche Anteile besonders interessant. Durch ihre Lebensweise und die oft nicht artgerechten Bedingungen, unter denen sie heute leben, sind Igel häufig von Parasiten befallen. Während Außenparasiten (Ektoparasiten) relativ leicht zu entdecken und zu behandeln sind, fallen Innenparasiten (Endoparasiten) – wenn überhaupt – vorrangig dadurch auf, dass sie typische Krankheitserscheinungen auslösen. Meist sind es Erkrankungen der Atemwege und der Verdauungsorgane.

Symptome sind zum Beispiel vernehmbares Röcheln, anhaltendes Husten, Atemnot, Durchfall, grüner Kot, Blut im Kot, Appetitlosigkeit, Futterverweigerung und Gewichtsabnahme. Und meistens sind die betroffenen Tiere nicht nur von einer Parasitenart, sondern gleich von mehreren befallen.

 

Grob lassen sich Einzeller und verschiedene Würmer unterscheiden. Außerdem kann man zum Teil auch den Befall mit Pilzen wie Candida albicans über koproskopische Untersuchungen ermitteln. Unter dem Mikroskop sieht man auch, ob etwa viele Bakterien vorhanden sind, die auf eine sekundäre Infektion hindeuten. Im Kot von Igeln sind eigentlich fast immer irgendwelche Hinweise auf Parasiten zu entdecken (Wurmeier, Larven o.ä.). Die Interpretation des Gesehenen erfordert allerdings einige Übung. Doch nur wenn gewissermaßen der Feind namentlich bekannt ist, lässt sich der Igel gezielt behandeln. Nicht jede Medizin wirkt gegen jeden Parasiten!

 

Dies sind die häufigsten Parasiten:

Lungenwurm/Lungenhaarwurm

Darmsaugwurm

Darmhaarwurm

Giardien

Kokzidien

 

Eine Kotuntersuchung kostet zwischen 12 und 24 Euro pro Igel und sollte einmal bei der Aufnahme des Igels erfolgen,

um festzustellen welche Parasiten er hat, und einmal sollte sie nach der Behandlung erfolgen, um zu sehen, ob die Behandlung angeschlagen hat.

Einen Igel sollte man niemals "prophylaktisch" entwurmen! Jeder Parasit braucht ein eigenes Medikament und jedes Medikament muss auch wieder vom Igel abgebaut werden und geht zudem auf Leber und Nieren!

 

 

Impressionen der Zöglinge bei Carmen

 

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29. Oktober 2020     

 

-     Liebe IgelFreunde,

 

heute konnten wir eine Lieferung von 192 Schälchen  "Animonda Vom Feinsten Baby-Paté Kitten 100 g"  

an Jaquecas Pflegekatzen auf den Weg bringen.

Sie haben dort eine tolle Igelstation und machen ganz wunderbare Arbeit für die kleinen Stachelritter.

 

Diese Lieferung konnten wir -DANK lieber Spender- mit Prämienpunkten und dem Restguthaben aus der letzten Futterlieferung bezahlen.

 

Wir freuen uns sehr und sagen "GUTEN APPETIT"   

 

 

 

 

 

 

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22. September 2020

 

Liebe IgelFreunde,

 

bald startet wieder die "Päppelzeit" für die Igel, die es bis zum Spätherbst nicht mehr schaffen, sich ein Speckpolster zuzulegen, um damit durch den Winter zu kommen.

In den Igelstationen gibt es schon wieder die ersten Zöglinge - geschwächt von Hunger, da es kaum mehr Insekten gibt, die sie zum Überleben benötigen, dehydriert, da in den Gärten leider kaum Wasser angeboten wird und einige verletzt von Rasenrobotern und sonstigen Mähwerkzeugen,  ...

 

Auch wir möchten wieder helfen und haben unsere erste "Herbstlieferung" auf den Weg gebracht:

384 Schälchen "Animonda Vom Feinsten Baby-Paté Kitten 100 g"  für 126,72 Euro.

Dieses Futter ist vor allem für die Kleinsten sehr gut verträglich, es weist eine sehr homogene Konsistenz auf und kann

-etwas verdünnt- sogar in einer etwas größeren Einmalspritze aufgezogen und verabreicht werden.

Bei durchschnittlich 30 Igeln, die zum Großteil den ganzen Winter über wach sind, ist das nicht viel, wir werden dann

Ende des Jahres schauen, ob noch etwas übrig ist und ggf. noch eine Bestellung aufgeben, denn sie werden ja erst wieder -je nach Witterung- im April ausgewildert.

Wenn jemand den kleinen Stachelrittern helfen möchte, würden wir uns über etwas Futterbeteiligung sehr freuen.

 

DANKESCHÖN sagen die großen und kleinen Stachelritterchen ♥

 

Die Rechnung wurde aus den Spenden beglichen, die zur freien Verfügung eingegangen sind,

und es bleiben noch 23,28 Euro übrig für die nächste Futterlieferung.

 

Wir sagen den lieben Spendern HERZLICHEN DANK:

  50,00 Euro     Barbara König  

100,00 Euro     liebe anonyme Spenderin   

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3. November 2019

 

Gestern habe ich dieses kleine Bürschlein im Garten erwischt. Vor einigen Tagen hatte ich es schon einmal an der Futterstelle gesehen, aber da ist es mir entwischt, und seitdem lag ich auf der Lauer.

Zwar sind die Temperaturen noch moderat, trotzdem hätte das kleine Igelchen mit derzeit 241 Gramm keine Chance, um noch auf ein "Winterschlafgewicht" zu kommen, und so würde er irgendwann einfach einschlafen und "mangels Masse" im Frühjahr einfach nicht mehr aufwachen ...

Also schnell eingesammelt, ein Nachtlager bereitet mit Schlafhäuschen "Antistress" :)  ausgestattet mit Wasser, Rührei, getrockneten Mehlwürmern, Katzen-Naßfutter, und Haferflocken mit Fett und Mehlwürmern.

Die Nacht verlief ruhig, und am nächsten Tag ging die Reise des kleinen Stachelritters zur Igelstation, die Klausi Nr. 20 (oder 25? - ich komme mit dem Zählen "meiner" Igelchen gar nicht mehr nach) ein schönes Winterlager bereitet hat, damit er aufgepäppelt und im nächsten Frühjahr groß und stark ein neues Revier in der freien Natur beziehen kann.

In diesem Jahr herrscht außergewöhnlich großer Andrang in der Igelstation - bereits jetzt wird sich um 30 kleine Stachelritter gekümmert, angefangen mit einem Gewicht von 80 Gramm !!!

Da heißt es füttern, füttern, füttern, pflegen und ständig Unterlagen wechseln.

Da wir bei Animonda mittlerweile eine große Anzahl Punkte sammeln konnten, haben wir diese zum Einsatz gebracht und haben von der Rechnung in Höhe von 65,28 € gleich 43,00 € abziehen können, was einen Rest in Höhe von 22,28 € 

ausmacht. - Wir würden uns sehr freuen, wenn uns jemand bei der Begleichung der Rechnung helfen könnte.

DANKESCHÖN sagen die kleinen Stachelritter  

 

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25. September 2019

Die Igelstation benötigt wieder dringend Hilfe.

Viele kleine Stachelritterchen wurden bereits abgeliefert - und es ist noch so früh !

Ein kompletter Wurf Babys von einer Igelmama, die überfahren wurde, ein Trio, das von einem besorgten Anwohner gebracht wurde und noch 3 einzelne kleine Mäuschen - alle noch viel zu klein, um allein zu überleben.

Wir haben wieder Futter auf den Weg gebracht (65,26 Euro) und bitten ganz herzlich um Hilfe.

Die kleinen Stachelritterchen sagen von Herzen DANKESCHÖN ♥ 

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Hier mal ein kleiner Einblick in das Leben der Stachelritter bei mir in der Schlesierstraße 11 

Zeitweise fressen mir die kleinen Racker die Haare vom Kopf - aber das macht nichts,

solange sie nicht zu klein sind bzw. besondere Behandlungen benötigen - dann bringe ich sie zur Igelstation,

denn dafür reicht mein Sachverstand nicht aus. Aber dort sind sie in besten Händen

 

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März 2019 ... weitere Hilfe ist eingetroffen

 

 

In Kooperation mit unseren beiden befreundeten FB-Gruppen

"Wir für Tiere  Hilfe die ankommt"  https://www.facebook.com/groups/1389633998001282/ und

"Kölner für Tiere in Not"  https://www.facebook.com/groups/548842735195696/

haben wir wieder für die Igelchen eine Lieferung auf den Weg bringen können.

 

Es wird immer wichtiger, den putzigen Gesellen auch in unseren Gärten unsere Hilfe anzubieten, denn leider wird ihr Lebensraum immer kleiner und das Nahrungsangebot immer geringer.

Und leider haben auch diese jetzt anscheinend allseits so beliebten Mähroboter dazu geführt, dass vermehrt schlimme Verletzungen zu versorgen sind, die von diesen Geräten (und auch von den sog. Fadentrimmern) ausgehen.

Wenn man schon unbedingt solch ein Gerät kaufen muss, dann sollte man es doch wenigstens in der Nacht, wenn die Stachelritter unterwegs sind, in der Station lassen. Aber leider gibt es diesbezüglich noch viele Unwissende,

und was noch schlimmer ist: Unbelehrbare :(

Muss denn der Rasen permanent und ganz akkurat auf 2 cm gestutzt sein?

Kein Gänseblümchen, das hervorlugen darf, kein kleiner Löwenzahn, den die Bienen mögen?

Steingärten (Gärten des Grauens), und wenn überhaupt noch Rasen, dann max. 2 cm,

das ist unsere Gartenkultur heutzutage - einfach nur schrecklich, auch für unsere Insekten.

 

Wir sagen DANKE für eure Hilfe für die Stachelritter

 

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9. Dezember 2018

 

... und die nächste Lieferung für die hungrigen Mäulchen ist unterwegs.

 

Die Spende für dieses Futter kommt über unsere befreundete FB-Gruppe

"Kölner für Tiere in Not"

von einer Kölner Stiftung

für Tier- und Artenschutz.

 

Die kleinen StachelRitterchen

sagen von Herzen

DANKESCHÖN

für ein volles Bäuchlein.

 

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22. November 2018

 

Eurer Futter ist angekommen ☺☺☺

 

Stellvertretend für seine

"Geschwisterchen"

sagt euch ein (nicht mehr so kleiner) "Päppling"

 

♥ DANKESCHÖN ♥

für eure Hilfe

 

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FundIgelchen 18. November 2018

Ein weiterer Übernachtungsgast in der Schlesierstraße. Es könnte ein Geschwisterchen vom Gast von letzter Nacht sein. Vom Gewicht her sind sie nur 15 Gramm auseinander - 413 Gramm - auch viel zu klein, um durch den Winter zu kommen.

Das Igelbuffet ist schon gerichtet, es wird kein Fluchtversuch unternommen

3 Zecken gesichtet,  komischerweise keine Flöhchen. Morgen früh geht es zur Igelstation - die wird alles richten

Jetzt heißt es, jede Nacht zu kontrollieren, vielleicht gibt es noch mehr "Geschwisterchen" die es nicht überleben würden.

 

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FundIgelchen 17. November 2018

Meine Futterigelstelle wird jetzt nur noch von den kleinen Igelchen genutzt - die großen schnarchen schon .....

Eine Übernachtung inkl. Igelbuffet in der Schlesierstraße ist jedem Fundigelchen gewiss.

Der Kleine ist noch recht munter, aber jeder Fluchtversuch ist zwecklos

Igelchen wiegt 398 Gramm -keine Chance, allein den Winter zu überleben. 

1 Zecke gesichtet und ein paar Flöhchen -

also nach dem Frühstücksbuffet schnell ab zur Igelstation zum nachschauen und päppeln

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18. November 2018

 

heute haben wir die erste

Bestellung an die Igelstation

auf den Weg gebracht.

 

Der Futtervorrat ging zur Neige,

und die kleinen Igelchen haben

so groooooßen Hunger

 

 

Guten Appetit

ihr kleinen Stachelritter

sagen eure

lieben FutterPaten

 

 

... und da auch noch Nagerchen

zu versorgen sind, haben wir noch

eine Heuspende bekommen und

gleich in Wiesenheu umgesetzt

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Der Igel - das stille Leid in unseren Gärten - ZooMos i-Box (zoomonster.com)

 

Der Artikel wurde geschrieben von Nicola Straub und veröffentlicht am 2. Februar 2021 zum Tag des Igels.

Eine der besten Kurz-Zusammenfassungen, die ich je gelesen haben, mit wertvollen Tipps.

Bitte unbedingt lesen !

 

Hier habe ich den Artikel noch einmal im Original aufgenommen, 

für den Fall, dass ZooMos i-Box  nicht (mehr) abrufbar sein sollte. 

 

                                                                                                                                                 Alexas_Fotos via Pixabay.de

 

Heute — am 2.2. — ist der offizielle „Tag des Igels“. Das verwundert auf den ersten Blick, schließlich liegen gesunde Igel um diese Jahreszeit versteckt im tiefen Winterschlaf, erst im April, wenn auch Nachts die Temperaturen nicht mehr unter 10° C fallen, ist es für sie Zeit, „aufzuwachen“!

 

Leider aber scheint die eigentlich unpassende Terminierung des „Gedenktages“ zunehmend sinnvoll zu werden. Denn wie alle Insektenfresser, so finden sich auch unsere kleinen, stacheligen Gartenkobolde seit einigen Jahren in einer dramatisch schlechten Lage. Sie leiden furchtbar und mit jedem Jahr nimmt das Leid weiter zu.

 

So kommt es, dass tatsächlich jetzt schon — im Februar — wieder Igel zu sehen sind. Dies sind Tiere, die bereits unterernährt und leidend in den Winterschlaf gegangen sind und die nun aufwachen, weil „ihre Vorräte“, ihre Kraft vorzeitig zur Neige gegangen ist. Solche Tiere, die jetzt gefunden werden, sind i.d.R. schwer krank und benötigen dann fachkundige Hilfe durch erfahrene „Igelpäppler“!

 

Aber woran genau liegt es, dass unser ehemals beliebtestes, bodengebundenes Gartentier so leidet?

 

Die aussterbende Gartenkultur

 

Lange Zeit profitierten die Igel von unserer schönen Gartenkultur: Die Gärten waren umsäumt von Büschen und einigen Bäumen, die für Privatsphäre sorgten, wenn man an lauen Sommerabenden auf der Terrasse saß. In den Büschen flatterten Singvögel, pickten sich noch einige Vogelbeeren, Efeubeeren oder stibitzten letzte Körnchen aus einem hübschen Vogelhäuschen und sangen dazu den Abendgruß. Kaum verstummte die Amsel, übernahmen die ersten Fledermäuse den Flugraum über der Terrasse und sorgten dafür, dass die Mücken nicht allzu aufdringlich wurden. Und während sich zwischen den Büschen die Glühwürmchen versammelten, begann darunter die Raschelei der kleinen Stachelritter, die sich durch das Laub unter den Büschen wühlten und sich dort Käfer und Engerlinge wegsammelten.

 

Ja sogar schlecht versteckte Mäuse- oder gar Rattennester plünderten die Igel. Daher freute sich eigentlich jeder Gartenbesitzer über diese „vierbeinigen Helferlein“. Tatsächlich war unser heimische Braunbrust-Igel in Gärten und Parks stärker verbreitet als auf dem Land, wo die immer weiter intensivierte Landwirtschaft das Überleben der Stacheltiere immer mehr erschwerte: Immer weniger wurden die Knicks zwischen den Feldern mit ihren Buschstreifen, in denen Igel ursprünglich ihren idealen Lebensraum hatten.

 

Untersuchungen zeigen deutlich diesen Trend zugunsten der Gärten. So lag in letzten Erhebungen die Besiedlungsdichte in Städten höher als in landwirtschaftlich genutzter Landschaft. Mittlerweile finden sich Igel sogar in reichlich unwirtlicher Umgebung in Innenstädten.

 

Fehlende Nahrung, fehlender Lebensraum, fehlende Verstecke

 

Doch seit einigen Jahren kommen unsere Igel auch in Gärten und Parks kaum noch über die Runden. Der Grund liegt vor allem im mangelnden Futterangebot. Denn Igel sind hochgradig spezialisierte Insektenfresser. Durchschnittlich 3 km wandert er pro Nacht auf der Suche nach nachtaktiven Laufkäfern, Käferlarven und Raupen. Doch diese Insekten gibt es kaum noch:

 

Die Zahl der Insekten in Deutschland ist nicht nur zurückgegangen, sie ist regelrecht eingebrochen: Dreiviertel aller Fluginsekten ist im Verlauf von nicht einmal dreißig Jahren verschwunden, so dass schockierende Ergebnis einer der relevantesten Studien zum Thema: In nur 27 Jahren nahm die Gesamtmasse der gezählten Insekten um 76 Prozent ab, berichten Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden im Fachmagazin „PLOS ONE“ im Oktober 2017.

https://www.br.de/rote-liste/insekten-insektensterben-insektenschwund-bienen-schmetterlinge-grillen-kaefer-100.html

 

In seiner Not weicht der Igel auf „Ersatznahrung“ aus, Schnecken und Regenwürmer beispielsweise. Doch leider macht diese Notnahrung Igel krank, denn Schnecken und Regenwürmer übertragen gefährliche Parasiten. Parasiten an sich sind nichts schlimmes für Igel — jedes Wildtier trägt Parasiten an und in sich und so ist es auch beim Igel. In der Regel sind Parasit und Wirtstier in der Natur sehr gut aneinander angepasst (viele Igelparasiten können nicht ohne Igel leben!) uns so kommt ein gesundes Tier mit starkem Immunsystem auch meist gut zurecht damit.

 

Denn obwohl Igel ihren Energiebedarf (in gesunder Landschaft) zu über 90 % aus Insekten bezogen und nur zu einem sehr kleinen Prozentsatz aus Schnecken (1 %) und Regenwürmern (8 % )[1], lag der Anteil letzterer in Phasen, wo die Käfer noch nicht oder nicht mehr so verfügbar sind — also im Frühjahr und Spätherbst — auch schon früher höher. Allerdings: Durch den Einbruch der Insektenzahl fehlt dem Igel nun seine Grundnahrung und er muss notgedrungen mehr und mehr auf ungesunde Notnahrung ausweichen. Die Folgen sind dramatisch:

 

                                                                                                                                                                                       Foto: Erik Karts via pixabay

Schau nicht weg! So sieht ein todkranker Igel aus:

Er besteht nur noch aus Haut & Knochen, sein Hals ist dünn (ein gesunder Igel hat praktisch keinen Hals), er geht hochbeinig (Symptom massiver Darmentzündungen) und seine Augen sind nur noch Schlitze. Igel werden erst ganz kurz vorm Sterben tagaktiv, da sie tagsüber einfache Beute von Vögeln sowie Fliegen sind, die ihre Eier auf die sterbenskranken Tiere legen. Die schlüpfenden Maden wandern über Körperöffnungen in die Igel ein und töten diese von innen und außen. Ein solches Tier hat nur noch eine Chance, wenn es sofort in erfahrene Hände gelangt.

 

Unterernährt, fehlernährt, massiver Eintrag von Parasiten

 

Denn durch das vermehrte Fressen von „schlechter“ Nahrung wie Schnecken und Regenwürmern (aber auch Abfall), leiden die Tiere neben der reinen Unterernährung auch noch an einer Fehlernährung, bei der wichtige Stoffe fehlen (z. B. wirkt das Chitin der Käfer im Darm bei der Verdauung als natürliches „Medikament“ gegen Parasiten) — und zudem wandern mit jedem weiteren Bissen mehr und mehr Parasiten in den Igel und stoßen hier auf ein bereits durch den schlechten Ernährungszustand geschwächtes Immunsystem.

 

Dieses kann mit einem solchen Eintrag nicht mehr klarkommen. So leiden die meisten Tiere zunehmend unter Überparasitierungen, sie bekommen nur noch sehr schwer Luft und/oder leiden unter fatalen Darmentzündungen. Hinzu kommt ein sich in Deutschland erst seit einigen Jahren verbreitender „neuer“ Parasit, der von Schnecken übertragen wird und den Igeln schwer zusetzt, der sogenannte Darm-Saugwurm (Brachylaemus erinacei).

 

Dabei ist der Insektenmangel Menschen-gemacht: Immer „ärmer“ werden unsere Gärten. Weniger Büsche, weniger Bäume, exotische Pflanzen und gefüllte Blüten, die keinen Nektar produzieren: Das bedeutet in direkter Folge auch weniger Insekten. Denn jeder Schmetterling braucht (als Raupe) eine für ihn fressbare Futterpflanze. Jeder Käfer ein Gebüsch, etwas Totholz und eine Laubschicht, in der er sich verkriechen und vermehren kann. Und auch unser Igel braucht einen Unterschlupf, ein unberührtes Fleckchen in einer „unaufgeräumten“ Ecke des Gartens, in der er es unter Laub und Ästen zwischen Oktober und April ungestört seinen Winterschlaf verbringen kann. Wo soll er dies finden, wenn immer mehr Gärten zunehmend „nackter“ werden, eintönig und frei von natürlichen Strukturen, und wenn dann auch oft noch absolut tödliche Gartengeräte wie Rasenmäher-Roboter, Sichelschneider und Laubsauger oder -bläser zum Einsatz kommen?

 

Die Gartenkultur hat sich gewandelt, wo früher die Naturoase genossen wurde mit Vogelgesang, Bienensummen und eben auch dem Rascheln in Sträuchern, steht heute ein „Funktionsort“ im Vordergrund — weniger ein Garten, vielmehr eine vergrößerte Terrasse oder ein grün angehauchter Bereich, der eher eine Art offener Wintergarten darstellt, denn ein Stück lebendige Natur.

 

Ganze Populationen bedroht

 

Und so stellen nicht nur Studien einen enormen Rückgang der Igel-Populationen in Deutschland fest, als Folge sinkt wenig überraschend auch die durchschnittliche Lebenserwartung der Tiere. Obwohl ein Igel in der Natur normalerweise rund 7 Jahre alt werden kann — und sogar schon 16 Jahre alte Igel gefunden wurden[2], zeigen aktuelle Untersuchungen eine durchschnittliche Lebenserwartung von unter zwei Jahren beim heimischen Braunbrustigel (Daten für Dänemark, selbe Quelle).

 

Hinzu kommt eine hohe Todesrate bei den Babys — bereits Daten von 1977, also einer noch „guten Zeit“ für Igel, zeigten, dass durchschnittlich 20% der Welpen starben, noch bevor sie im Alter von ca. einem Monat ihr Wurfnest verlassen, 70% starben binnen ihres ersten Lebensjahres[2]. Beides zusammen führt dazu, dass mittlerweile ganze Populationen zusammenbrechen.

 

Dies zeigt sich auch im Alltag von Igelstationen. Anders als in anderen Ländern, gibt es in Deutschland praktisch keinerlei staatliche Strukturen für die Versorgung von Wildtieren. Die Wildtierhilfe liegt damit praktisch allein auf den Schultern von Privatleuten, die viel Zeit (und Geld) aufbringen, um den notleidenden Tieren zu helfen. Seit 2-3 Jahren sehen sich Igelhilfen jedoch einer wahren Flut von Zugängen gegenüber und neben der immer stärker zunehmenden Zahl an Notfällen ist auch der Zustand der abgegebenen Tiere immer dramatischer.

 

Handfütterung von Igelbaby „Leo“: Leos Mutter wurde vermutlich überfahren, er irrte an der Landstraße herum und fand

glücklicherweise den Weg in die Igelstation der Autorin. Da Leo in diesem Alter noch in Abständen von 2-3 h gefüttert

werden musste, durfte er auch mit ins ZooMonster-Büro, wo ihm seine Milch sichtbar schmeckte.

 

Von diesen Daten ausgehend sind wir dabei, unsere „Ritter der Nacht“ über kurz oder lang in vielen Gebieten ganz zu verlieren. Und lassen wir dies zu, dann kann es für die Stachelkobolde zu spät sein, auch wenn es uns — hoffentlich! — gelingt, unsere Natur wieder zu verbessern. Ausgestorbene Arten wieder anzusiedeln ist sehr schwierig…

 

So hilfst Du den netten Gartenkobolden

 

Was also kannst Du tun, um die wunderbaren kleinen Kerlchen zu schützen? Eigentlich ist es ganz einfach: Genau wie Vogelfreunde schon seit langem gemerkt haben, dass unsere Singvögel Hilfestellungen benötigen, indem man ihnen mit Nisthilfen und gesunder Zufütterung unter ihre Flügel greift, so kann auch den Igeln geholfen werden, indem man ihnen einen Lebensraum bietet — und zumindest in kargen Zeiten auch gesunde Nahrung.

 

Igel mit Trockenfutter,

Foto: „Alexas_Fotos“ via pixabay

 

Für eine gesunde Zufütterung ist am besten geeignet hochwertiges Katzenfutter, es sollte unbedingt getreidefrei sein und der Fleischanteil hoch, mindestens 60%. Denn angepasst an ihre insektenlastige Ernährungsweise besitzen Igel einen extrem kurzen und wenig geschlängelten Darm. Daher sind sie auf ein Nahrungsangebot angewiesen, dass praktisch vollständig aus Protein besteht. Getreide oder insgesamt pflanzliche Nahrung oder gar Nüsse können sie nicht verdauen und bekommen eher Bauchschmerzen davon. Irritierenderweise sind darum auch praktisch alle als „Igel-Spezialfutter“ titulierten Futtermischungen völlig ungeeignet für Igel. Das Geld kann man sich getrost sparen!

 

Genau wie beim Vögel füttern, sollte auch der Igel-Futterplatz immer gut sauber gehalten werden. Wer sicher gehen möchte, das sich wirklich nur Herr und Frau Igel bedienen (können), nutzt ein Igel-Futterhaus. Die gibt es sogar mit durchsichtiger Front zu kaufen, wenn man dann noch eine Nachtsicht-fähige Wildtierkamera aufstellt, hat man ein eigenes Natur-Fernsehprogramm!

 

Durch eine Zufütterung kannst Du verhindern, dass „deine“ Igel zu viel schlechtes Futter in Form von Schnecken und Würmern fressen. Du verhinderst fatale Unterernährung und unterstützt damit das Immunsystem, so dass die Tiere auch dann besser zurecht kommen, wenn sie nebenbei noch Schnecken und Würmer fressen. In der Babyzeit, die normalerweise im August liegt, wegen der warmen Phasen in den Frühjahren aber zuletzt oft weit nach vorn gezogen war), hilft die Zufütterung den Muttertieren, ihre Babys ausreichend zu versorgen.

Ebenso wichtig wie Futter sind zuverlässige Wasserstellen. Am schönsten ist es natürlich, wenn es einen Gartenteich gibt: Hiervon profitieren in unseren zunehmend heißen und trockenen Sommern nicht nur viele Tiere (bitte an Ausstiegshilfen denken): Teiche sorgen für ein stark verbessertes Mikroklima rundum und so wirken sie auch für uns Menschen dank erhöhter Luftfeuchtigkeit und hierdurch auch verringerter Staubbelastung gesundheitsfördernd.

 

Käferkeller, Igelhaus & „Igel-Schnellstraße“

Um mehr Insekten einen (Über-)Lebensraum zu geben, kannst Du auch Käferkeller anlegen. Das ist im Grunde einfach eine kleine Grube, möglichst unter einem Gebüsch angelegt, die man mit Totholz füllt. Hier finden Käfer und andere Insekten eine Rückzugsmöglichkeit und einen Ort für ihre Kinderstube. Der Bau ist ganz einfach: Man gräbt ein Loch (bis zu 50 cm tief mit möglichst nicht zu steilen Wänden) und füllt es mit allerhand Totholz. Das sollte allerdings von heimischen Baum- und Buscharten stammen, da Holz von exotischen Bäumen oft „unverdaulich“ ist für unsere heimische Fauna. Hier findest Du eine tolle Anleitung.

 

Igel-Wohnhaus, Foto: „Alexas_Fotos“ via pixabay

 

Und natürlich kannst Du deinen Stachelkobolden auch ein Wohnhaus anbieten. Solche Wohnhäuser sollten — wenn sie auch zum Winterschlaf dienen sollen, rund 30 cm hoch sein. Statt es fertig zu kaufen, lässt sich auch solch ein Haus leicht selbst werkeln, z.B. mit dieser Anleitung hier: https://physalia.de/Download/Igel-Wohnhausbau.pdf

 

Damit die knopfäugigen Raschelkönige auf ihrer nächtlichen Futtersuche auch ausreichend weit wandern können, um satt zu werden, lasse ihnen Durchschlupfe in deinem Zaun. Ein Loch von 10 x 10 cm reicht ihnen bereits aus, damit sie schnell von Garten zu Garten kommen. Im Stabzaun kannst Du dafür einfach unten einen Stab heraussägen (Achtung, keine scharfen Ecken entstehen lassen), bei Maschendraht reicht es meist, an einer Stelle zwei Backsteine unter zu klemmen, so dass zwischen ihnen ein Durchschlupf entsteht. Manche Leute bauen kleine Pforten/Tunnel aus Holz und verzieren sie als Tore, die igel-liebenden Briten haben sogar ganzes Projekt für „Igel-Straßen“, die „Hedgehog Street“.

 

Wenn Du dann noch den einen oder anderen Gartenbesitzer im Umfeld dazu verführen kannst, auch seinen Garten Igelfreundlich zu gestalten, ziehen vielleicht auch in deiner Nachbarschaft wieder Igel ein —

und mit ihnen echte Gartenkultur!

Foto: „susanne906“ via Pixabay

 

Quellen

 

[1] https://www.wildlifeonline.me.uk/assets/ugc/images/hedgehog_diet_composition_charts.png

[2] Dr. Sophie Lund Rasmussen, „The Danish Hedgehog Project“: 390 untersuchte Igel (Straßenverkehrsopfer & sonstige Totfunde), Durchschnittsalter 1,82 Jahre, Alters-Range: 0-16 Jahre, neun Individuen 9 Jahre und älter. Quelle: Vortrag auf dem Kongress „First International Scientific Conference for Rehabilitators of European Hedgehogs“ in Dänemark, September 2020.

[3] Pat Morris 1977 im „Journal of Zoology“, berechnet auf Basis von 76 mütterlichen Nester. Quelle: https://www.wildlifeonline.me.uk/animals/article/european-hedgehog-mortality-introduction

Leo

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