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Letzte Aktualisierung:

22. September 2017

 

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Brillen ohne Grenzen

 

In Afrika stellt eine Brille den Gegenwert von sechs bis acht Monatslöhnen dar !

 

Spenden Sie doch einfach Ihre alte .

 

Das geht ganz einfach, bitte schicken Sie die Brille an:

 

Dr. Stephan Klaus Kiefer +

 Aktion: "BrillenWeltweit"

 Brenderweg 216

D-56070 Koblenz

 

Fragen Sie doch auch einmal in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis und schicken ein Sammelpaket

- die Freude wird groß sein.

 

Übrigens: auch Hörgeräte sind immer sehr willkommen !

 

 

http://www.brillensammelaktion.de/BrillenOhneGrenzen/Aktuelles.html


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 September 2010

Nicht überall auf unserem blauen Planeten sehen die Menschen rosigen Zeiten entgegen, auch wenn sie die berühmte, viel gepriesene rosarote Brille zur Hilfe nehmen würden. Für viele sind die Lebensbedingungen und Zukunftsaussichten buchstäblich grau in grau. Das weiss auch Pater Francois Meyer im Elsass, der als Blindenseelsorger in verschiedenen Gremien tätig ist. Durch eine spontane Handlung kam es 1974 zu der von ihm gegründeten Aktion "Brillen weltweit".

 

Auf einem Kongress in Antwerpen erklärte er, dass seine Betreuten den Sehbehinderten der Dritten Welt solidarisch helfen wollten. Bei einer darauf folgenden Flugreise nach Afrika steckte er instinktiv ein paar Brillen ins Gepäck, um das zulässige Gewicht zu vervollständigen. An Ort und Stelle erkundigte er sich zögernd nach der Verwertbarkeit. "Mann Gottes", sagte man ihm, "kein Mensch besitzt hier viel Geld, eine Brille kaufen zu können. Er müsste 6-8 Monatslöhne dafür zahlen und 40 km weit zum nächsten Opitker laufen, der bis zu 1 Million Sehbehinderte zu betreuen hat".

 

Und dann gings Schlag auf Schlag. Die Anfänge waren bescheiden, die Wirkung gewaltig: ein wenig Werbung bei den Optikern und in Kirchenkreisen, Infogespräche in Blindengruppen sowie Rede und Antwort in der Landesschau des SW 3-Fernsehens (dessen Videoaufnahme zu erwerben ist). Die Folge: täglich schleppt der Postmann 2 Säcke mit Gebrauchtbrillen ins Kloster, Sendungen von unschätzbarem Wert aus halb Europa, die in Fluren, Ecken und Leerräumen gehortet werden mussten. Ja, sogar bis ins "Allerheiligste" sind diese Liebesgaben gedrungen. Denn - zieht man neben dem Hochaltar der Kapelle den provisorischen "Vorhang des Tempels" beiseite (der ahnungslose SW 3-Reporter vermutete hier offenbar alte sakrale Kunstschätze), so steht man fassungslos vor gestapelten Kisten. Für Nachschub sorgen Organisationen und Privatspender. Ein Ehepaar Casnedi aus Mailand deckt den Bereich Italien ab und lenkt 2x jährlich einen vollgepackten LKW gen Hirsingue. Für die Schweiz bin ich z.Z. Kontaktperson und fahre regelmäßig mit einer kleinen Interessentengruppe ins Elsass, meiner Heimat. Echt rekordverdächtig ist Dr. Kiefer in Koblenz, der in 12 Jahren 2 ½ Millionen Brillen und -zubehör in Deutschland gesammelt und in 125 Fahrten seinem befreundeten Pater Francois übergeben hat.

 

Das Tohuwabohu von Brillen und -gestellen, Etuis, ungeschliffenen Rohgläsern und Hörgeräten wird täglich aufgelöst durch 40 ehrenamtliche Helfer aus Hirsingue und entfernteren Orten, Laien wie pensionierte Optiker. Sie sortieren und reinigen das Sammelgut, messen die Dioptrien an elektronischen Geräten und vermerken sie am Gläserrand.

 

Der Versand hat ebenfalls System: je nach Empfängerland gibt es 1,2 oder 3 kg-Pakete. Jedes einzelne Paket enthält ausschließlich nur eine bestimmte Dioptrienstärke und entweder nur Damen-, Herren oder Kinderbrillen. Alle Angaben sind aussen entsprechend deklariert. So können sachkundige Personen in den Entwicklungsländern direkt das Notwendige entnehmen und an Sehbehinderte weitergeben. Aber auch Bedürftige in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz werden berücksichtigt.

 

Um das hohe Versandporto zu sparen, hat sich der clevere Gottesmann die Genehmigung des Entwicklungsministeriums eingeholt. Nun sind die Gebühren zur Hälfte reduziert. Trotzdem kostet der Versand einer einzelnen Brille umgerechnet noch 1,- sfr. Es werden gerne frankierte oder unfrankierte Briefmarken sowie beschriebene oder unbeschriebene Ansichtskarten entgegengenommen, die an Sammler verkauft werden. Geldspenden, die dem eingetragenen Verein (Lunettes sans Frontiere CCP Centre Strassbourg Nr. 270172 B) zukommen, sind in Deutschland steuerwirksam. Dank dieser Zuwendungen ist das segenreiche Management des Paters noch nie in rote Zahlen geraten. Und er erhält Dankesbriefe aus nah und fern, selbst mit guten Wünschen an "Frau und Kinder", wie er schmunzelnd bemerkte.

 

Als Anerkennung für die weltweite karitative Aktion hat die französische Postbehörde der politischen Gemeinde Hirsingue (zwischen Mulhouse und Belfort gelegen) das Recht auf Führung eines Sonderstempels bewilligt. Denn es ist schon beeindruckend, jährlich über 110 700 Sehhilfen an Bedürftige zu vermitteln.

 

Nun wissen Sie, wohin mit den Brillen, die daheim zu nichts mehr dienen. Durch Ihre Spende helfen Sie einem sehbehinderten Armen aus seiner Tristesse und Einsamkeit heraus, damit er sich in Familie, Beruf und Gesellschaft wieder zurechtfindet und sein Leben mit Zuversicht und Freude geniessen kann.

 

"La vie en rose - über Grenzen hinweg?" Voila, wenn man wieder seine Umwelt tatsächlich durch eine "rosarote Brille" wahrnehmen kann.